Technologiewellenreiten

Kapitel 5 – Auf der Technologiewelle surfen

In Kapstadt sind wir als Studierende gerne auf dem Wasser gewesen. Windsurfen, Wellenreiten – „catch the next wave“. Ich denke oft daran, wenn ich auf neue Technologie-Wellen schaue. Es rollt immer die nächste. Immer.

Wer Technologie als Bedrohung erlebt, der wird von jeder neuen Welle überrollt. Wer sie als Werkzeug versteht – als Mittel, um eine Vision in die Welt zu bringen – der begrüßt jede neue Möglichkeit.

Das habe ich schmerzhaft selbst gelernt. Ende der Neunziger Jahre betrieb ich mit einem Kollegen ein Preisvergleichsportal. Wir hatten Besucher von über zwanzig Suchmaschinen. Dann kam Google. Erst verdoppelte sich unser Traffic. Dann änderte Google seinen Algorithmus – und unser Geschäftsmodell brach zusammen. Der Grund? Wir hatten kein echtes Warum. Kein Herzblut. Keine Vision dahinter. Technologie war Selbstzweck.

 

Das Warum schützt vor Disruption

Wenn deine Arbeit einem echten Zweck dient – einem Zweck, der dir wichtig ist – dann ist jede neue Technologie eine Chance, nicht eine Bedrohung. Künstliche Intelligenz, neue Plattformen, neue Tools: Für Frauen, die wissen, wofür sie stehen, sind das Geschenke.

Heute erlebe ich genau das in meiner Arbeit. Als Trainerin nutze ich AI-Werkzeuge, um Kurse schneller zu entwickeln, Inhalte besser auf meine Zielgruppe zuzuschneiden und mehr Menschen in weniger Zeit zu erreichen. Nicht weil ich Technik liebe – sondern weil ich meine Mission liebe.

Das ist der feminine Weg mit Technologie: Du nimmst sie nicht um ihrer selbst willen. Du nimmst sie, weil sie deiner Vision dient.

 

Technologie ist kein Selbstzweck. Deine Vision ist es.

 

Was ist deine kraftvolle Vision – wofür du brennst?

Welche Technologie könnte diese Vision schneller in die Welt bringen?

Was hält dich davon ab, sie zu nutzen?